Tipp 4. Die richtige Papierauswahl

Die Haptik war immer schon eines der stärksten Werbeelemente im Marketing. Sie stärkt unser Erinnerungsvermögen, vermittelt Informationen und lässt uns die Vision des Produktes spüren.
Werbemittel die unmittelbar berührt und erlebt werden können, wirken intensiver und verankern sich länger in unseren Köpfen.
Zur Haptik zählen auch die Struktur und das Gewicht. Wirkt ein Werbemittel wie zum Beispiel eine Broschüre schwer und weist eine schöne Struktur auf, schließen wir häufig auf ein höherwertiges und edles Produkt. Anders wäre es bei einem weichen instabilen Flyer dieser würde höchstwahrscheinlich direkt in der Mülltonne landen. Somit wäre die Werbewirkung verloren und die Investition verpufft.
Wird ein Werbemittel zielführend eingesetzt, so kann allein die haptische Erfahrung mit dem Produkt einen Kaufimpuls des „haben Wollens“ auslösen. Wir mögen es, wenn es sich anfassen lässt und gut anfühlt.
Den letzten Schliff können gut ausgewählte und eingesetzte Veredelungen geben. Diese stärken zusätzlich die Werbewirkung und Kaufabsicht beim Kunden.

Die Druckindustrie hat sich seit einiger Zeit auf den Trend der Veredelungen eingestellt und bietet mittlerweile zahlreiche Einsatzformen und Ausführungen. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Es sollte jedoch nie der Kunde als Fokus aus den Augen verloren gehen. Kein tolles Design, keine tolle Haptik und auch keine exklusive Veredelung bringt etwas, wenn die Zielgruppe verfehlt wird.

Wann welches Papier? – Wir geben Tipps

Offsetpapier

  • Offsetpapier eignet sich gut für viele Produkte, die später handschriftlich verwendet werden sollen wie zum Beispiel Briefbögen, Notizblöcke uvm.
  • Im Druck, kann es reibungslos von beiden Seiten bedruckt werden.
  • Es hat eine raue Oberfläche und besitzt einen hohen Weißgrad.
  • Die Oberfläche ist offenporig, wodurch die Druckfarbe tief in das Papier einzieht und Bilder ggf. nicht ganz scharf wiedergegeben werden.

Bilderdruckpapier

  • Wie der Name schon verrät, eignet sich dieses Papier zur fotorealistischen Wiedergabe von Bildern.
  • Die Oberfläche ist gestrichen und in den Ausführungen matt, seidenmatt oder glänzend erhältlich.
  • Die Grammatur liegt bei 70 bis 400.
  • Das Papier eignet sich gut für Broschüren, Kataloge, Flyer, Kalender uvm.
  • Die Druckfarbe wird kaum aufgesaugt, wodurch Konturen und Farbabgrenzungen deutlich erkennbar sind.

Recyclingpapier

  • Schont die Umwelt und wird bei weniger Wasser- und Energieverbrauch produziert als herkömmliches Papier.
  • Es hat meistens eine ungestrichene Oberfläche, wirkt leicht rau und ist natürlich in der Haptik.
  • Ein umweltbewusstes und naturschutzorientiertes Unternehmensimage wird gestärkt.
  • Es ist in vielen verschiedenen Papiersorten für jegliche Produkte erhältlich.

Naturpapier

  • Gilt als ein Universalpapier.
  • Ist nicht beschichtet oder veredelt. Lediglich in seltenen Fällen geglättet, um eine bessere Bedruckbarkeit zu garantieren.
  • Weist eine natürliche, angenehme und feste Haptik auf.
  • Wird häufig für Grußkarten, Visitenkarten, Einladungen, und auch Büromaterial verwendet.

Papier ist nicht gleich Papier. Daher sollten immer Muster besichtigt werden, bevor eine Entscheidung gefällt wird. Das Papier sollte in jedem Fall, zum individuellen Werbemedium passen. Ebenso sollte, auf die Qualität und Herkunft geachtet werden. Die Begeisterung und Verankerung beim Kunden entscheidet über unseren Erfolg und die Wirkung unserer Bemühungen.

Papier ist nicht gleich Papier.
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